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3 Monate in Kanada |
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„Träume sollte man irgendwann verwirklichen!“
Das ist oft leichter gesagt als getan.
An einem Stall zu leben, jeden Tag mit Pferden vor der Tür aufzuwachen und sie Abends genau so zu verabschieden— das ist ein Traum. Zumindest ist das mein Traum. Natürlich möchte ich auch den Tag über mit Pferden arbeiten.
Auf dem Weg zu meinem Traum habe ich beschlossen so viele Erfahrungen zu sammeln wie möglich. Eine Ausbildung zum Tierphysiotherapeuten ist ein Anfang, aber woher sollte ich wissen ob ich tatsächlich auf einem Hof leben und Arbeiten kann, ob ich der Belastung auch gewachsen bin? Was also konnte besser sein, als in den USA oder Kanada auf einer Ranch zu arbeiten?
Am 13.Juli 2006 war es endlich soweit. Mit Koffern bepackt verabschiedete ich mich noch bei meinen Lieben am Kölner Flughafen und dann ging es über Frankfurt direkt nach Kanada. Nach 18 Stunden Flug holte Deanna mich am Flughafen von Edmonton ab.
Es ging nicht in mein neues zu Hause, sondern sofort auf die Calgary Stampede, die größte Western— und Pferdeshow in Kanada. 3 Tage lang wohnten wir dort in einem riesen Wohnmobil. Ich hatte aber nicht nur die Chance mein erstes Rodeo zu sehen, ich bin selber in der Zuchtschau Deanna‘s Hengst Palladin geritten und habe so die Curlys repräsentiert.
Danach waren erst mal ein paar Wochen Arbeit auf der Farm angesagt. Das war auch sehr spaßig. Nach meinem Frühstück ging ich mit Jeanette, der anderen Praktikantin (aus Dänemark) raus und wir haben Vormittags als erstes das Wasser der Pferde kontrolliert und ggf. aufgefüllt. Dann arbeiteten wir mit den Pferden, d.h. wir sind geritten (Halle und Gelände), wir haben Bodenarbeit gemacht, junge Pferde an Sattel und Trense gewöhnt und Fohlen das Hufegeben und Aufhaltern beigebracht. Das war zwar anstrengend, aber hat auch unheimlich viel Spaß gemacht. Wir haben auch alltägliche Arbeit gemacht die so anfiel, d.h. kranke Pferde gepflegt, Zäune kontrolliert und repariert, Heu und Stroh umlagern, etc.
Während der drei Monate waren drei Reitcamps, mit Kindern und auch mit Erwachsenen. Ich habe beim satteln geholfen, ich habe den Kindern viele Grundlagen erklärt und ab und zu habe ich auch Unterrichten können. Diese Camps waren sehr nervraubend, aber sie haben Spaß gemacht, auch wenn man abends gemerkt hat wie viel Arbeit es ist 3 Tage lang dafür zu sorgen, dass weder den Kindern noch den Pferden etwas passiert.
Deanna nahm Jeanette und mich an viele Orte mit und hat uns so einen riesen Teil des Landes gezeigt. Wir haben einiges von Calgary gesehen, Edmonton und Umgebung sind uns auch schon gut bekannt. Wir waren zwei mal in der Edmonton Mall, der größten überdachten Einkaufsmeile der Welt. Wir sind auch für ein Wochenende in British Columbia gewesen und haben dort die Rocky Mountains besucht. Dort habe ich meinen ersten wilden Bären gesehen, sowie Elche, Adler, Kojoten, Rocky Mountain Schafe und jede Menge Wild. Doch der wunderbarste Ort, den ich in den 3 Monaten, und in meinem bisherigen Leben, gesehen habe, war die unendliche Natur in den Rocky Mountains in Alberta. Fünf Stunden Fahrt mit sechs Pferden im Hänger und wir waren in einer Landschaft, die wirklich jedem den Atem rauben würde. Dort waren wir 3 Tage mit unseren Pferden unterwegs, ohne auf Autos, Straßen oder anderes außer vereinzelten Reiter zu treffen.
Jeanette und ich hatten auch die Möglichkeit für eine Woche Urlaub zu machen und so flogen wir kurzum für eine Woche nach Los Angeles.
Auch wenn Jeanette schon ehr nach hause flog als ich, hatte ich jede Menge Spaß. Zum Beispiel bin ich auf einem Kuhtrieb mitgeritten. Acht Stunden lang haben wir 85 Kühe getrieben, die noch nie zuvor von Pferden umringt wurden. 11 Meilen lang versuchten wir die gesamte Herde über Felder, durch Bachläufe und entlang der Wälder zu treiben. Als wir am Ende noch den Highway überqueren mussten kam die Polizei um den Verkehr für uns anzuhalten. Wir brachten 80 der 85 Kühe sicher zum Hof des Besitzers, die anderen fünf Kühe leben nun glücklich bei anderen Farmern (die haben sich wohl auch über eine Kuh umsonst gefreut!). Die ganze Aktion hat großen Spaß gemacht. Ich bin Seleena geritten, die am Anfang große Angst vor den Kühen hatte, am Ende aber herausgefunden hat, dass die Rinder vor ihr weglaufen, wenn sie sie beißt.
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Erst die Arbeit ... |


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… dann das Vergnügen !!! |










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Und zu allerletzt hatte ich noch einen tollen letzten Tag in Alberta. Am Stall wurde nämlich ein Turnier veranstaltet und ich konnte mit allen Pferden starten, die ich den Sommer über trainiert hatte. Ich habe allerdings 25 Pferde trainiert, also entschied ich mich dafür nur mit Seleena, Amber, Martika und Kruzer teilzunehmen. Mit McCoy habe ich nur ein Spiel mitgemacht, sodass er sich etwas an die Menschenmassen gewöhnen konnte. Es hat viel Spaß gemacht und ich wurde sogar mit Seleena zweiter Gesamtsieger. Das lag wohl auch daran, das ich dieser Stute am meisten von allen vertraut habe und sie mir anscheinend auch (sonst wäre sie nicht ohne Zögern mit mir durch den Trail Parcours gelaufen). Aber es hat einfach Spaß gemacht zu sehen, dass sich all die jungen Pferde in den drei Monaten Training so gut gemacht haben.
Hier ein paar Impressionen vom Turnier:
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Interessiert euch die Geschichte vom Trail Ride in den Rocky Mountains? Dann klickt bitte |
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Ich hoffe nun, dass ihr euch einen Eindruck machen konntet, und vielleicht habe ich doch jetzt euer Interesse an einem kanadischen Curly oder an einem mehrtägigen Ritt in den Rocky Mountains geweckt ?!
Also schaut euch weiter auf meiner Homepage um und wie gesagt, ihr könnt jederzeit eine eMail schicken. |